Die Geschichte des LAGeSo-Chaos

Seit 2014 eskaliert die Lage bei Unterbringung und Registrierung von Flüchtlingen

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Für das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) waren Asylbewerber einst nur eine Nebenaufgabe. Zuletzt kam die kaputtgesparte Behörde zum Leid der Menschen nicht mehr hinterher.

Am Anfang des LAGeSo-Skandals stand die sogenannte »Patenkind-Affäre«. Dabei ging es im Spätsommer und Herbst 2014 um Vorwürfe, dass der Patensohn von dem inzwischen geschassten LAGeSo-Chef Franz Allert Vorteile bei der Flüchtlingsunterbringung in Berlin genossen haben könnte. Allerts Patensohn war Geschäftsführer eines privaten Flüchtlingsheimbetreibers, der für das LAGeSo Asylsuchende unterbrachte. Sozialsenator Mario Czaja (CDU), der durch die Vorwürfe ebenfalls öffentlich unter Druck geriet, setzte im Anschluss interne sowie externe Prüfer ein, die den Vorwürfen nachgehen sollten. Auch der Landesrechnungshof stieg im Sommer 2015 in die Prüfung der Verträge zwischen den Heimbetreibern und der Landesbehörde ein. Im Juni dieses Jahres legten die externen Prüfer schließlich ihren Bericht vor. Das Ergebnis: Demnach wurde kein einziger der untersuchten Verträge korrekt vergeben. In keinem Fall wurde öffentlich ausgeschrieben. Die Aktenfü...


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