Fluchen, hupen,(ver)kuppeln

Seit 100 Jahren fahren »Yellow Cabs« durch New York

  • Von Stephan Brünjes
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Stockend schiebt sich der Verkehr über den New Yorker Broadway: Kleinwagen, Trucks, Straßenkreuzer - ein endloser Strom aus Blech, brummend, hupend, von aufheulenden Polizeisirenen übertönt. Da hinten - endlich - ein gelber Punkt. Schnell die Hand hoch. Wenige Meter weiter vorn: Noch ein Arm oben, mit zwei Fingern wie abgeknickte Antennen. Ein New Yorker, der mit dieser lässigen Geste den gelben Punkt ergattert - das Taxi. Gut, dass gleich ein weiteres um die Ecke biegt und hält. Tür auf und einsinken in die abgewetzte Kunstlederrückbank. Das Taxi gibt gratis ein stöhnendes Ächzgeräusch der Stoßdämpfer dazu. Die Fahrt in einer der Kultkisten namens »Yellow Taxi«, im Volksmund »Cab«.

Da sitzt man nun, ein bisschen wie im rollenden Beichtstuhl, hinter der schusssicheren Scheibe, die die Rückbank vom Fahrer trennt. Sagt das Reiseziel durch den Sprechspalt und ist gespannt, ob der Taxifahrer (»Cabbie« im New Yorker Slang) es versteht ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.