Athen greift sich Konten von Steuerkriminellen

Durchsuchung bei Großbank UBS / Vermögende prellen SYRIZA-Regierung jährlich um 20 Milliarden

  • Von Vincent Körner
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Athener Staatsanwaltschaft hat 200 Konten mutmaßlicher Steuerhinterzieher bei griechischen Ablegern der Schweizer Bank UBS beschlagnahmt.

In griechischen Zeitungen ist von einem »dicken Fisch« die Rede: Ermittler haben auf der Suche nach Steuerhinterziehern bereits vergangenen Freitag bei der Großbank UBS in Griechenland zugegriffen. Und zwar mit deutscher Unterstützung: Die nordrhein-westfälischen Behörden hatten zuvor rund 10 000 Datensätze über mutmaßliche Steuerhinterzieher übersandt. Bei den nun beschlagnahmten Konten geht es laut der Zeitung »Kathimerini« um Beträge zwischen 1,2 und 12 Millionen Euro.

Wenn hierzulande von Griechenland die Rede ist, kommt kaum eine Nachrichtenagentur ohne den Zusatz »pleitebedroht« aus. Warum die Athener Staatskassen leer sind, wird dem gefühlten Wissen anheimgestellt: Die Griechen haben wohl zu lange »über ihre Verhältnisse« gelebt, wie es auch aus deutschen Regierungsparteien gern heißt. Dies gilt aber allenfalls für ...


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