Redaktionsübersicht

Lisa Ecke

Lisa Ecke ist in Hamburg geboren und hat Ressortjournalismus in Ansbach studiert. Danach hat sie als freie Journalistin gearbeitet, später bei der Märkischen Oderzeitung. Seit April 2020 ist sie Redakteurin für Sozialpolitik beim nd.
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Aktuelle Beiträge von Lisa Ecke:
Die geplanten Gutscheine für Haushaltshilfe werden viele Alleinerziehende und pflegende Angehörige nicht nutzen können.
Wer mehr hat, bekommt mehr

Die geplanten Gutscheine für Haushaltshilfen wird diejenigen nicht erreichen, für die eine effektive Unterstützung am wichtigsten wäre. Pflegende Angehörige und Alleinerziehende leben überdurchschnittlich oft prekär und können sich eine Zuzahlung nicht leisten.

Im Koalitionsvertrag ist keine Rede von einer Erhöhung der Grundsicherung. Ebenfalls unklar bleibt, ob die Kindergrundsicherung für die Ärmsten eine Besserung bringt.
Mit Würde in Armut gehalten

Hartz IV soll bald nicht mehr existieren, jedenfalls als Begriff. Die künftige Ampel-Koalition will stattdessen ein Bürgergeld einführen. Aber von einer Hartz-IV-Abkehr kann keine Rede sein.

In Deutschland gibt es keinen Rechtsanspruch auf einen Frauenhausplatz.
Mehr Gewalt, weniger Schutz

Im ersten Coronajahr gab es noch mehr Gewalt gegen Frauen, als vorher schon. Gleichzeitig sank die Zahl der Frauen, die Schutz in einem Frauenhaus fanden.

Was hinter geschlossenen Vorhängen passiert, ist nicht immer nur Privatsache.
Kein privates Problem

Der Anstieg von Gewalt in Partnerschaften im Coronajahr 2020 überrascht nicht. Die steigende Gefahr für Frauen hat bei den Coronamaßnahmen jedoch keine Rolle gespielt und Partnerschaftsgewalt wird als Privatsache behandelt.

Das Hartz-IV-Niveau liegt nicht nur unter der Armutsgrenze, auch sonst ist ein würdevoller Umgang mit Erwerbslosen nicht vorhanden.
»Abstempeln muss aufhören«

»Das komplette Hartz-IV-System muss revolutioniert werden«, fordert Helena Kilian-Steinhaus. Im Gespräch erklärt sie, was sich konkret ändern muss und wie sie das von den Ampel-Parteien geplante Bürgergeld einschätzt.

Alleinerziehnde und ihre Kinder leben in Deutschland besonders häufig in zu beengten Wohnungen.
Stress durch Platzmangel

Im Corona-Krisenjahr haben in Deutschland 8,5 Millionen Menschen in Wohnungen gelebt, die nach europäischer Definition zu wenige Zimmer im Verhältnis zur Personenzahl haben.

In engen Wohnungen ist Stress meist vorprogrammiert. (Symbolbild)
Enger Wohnraum ist Strapaze

Beengter Wohnraum kann nicht nur drastische Auswirkungen auf das Wohlbefinden, sondern sogar auf die körperliche Unversehrtheit haben. Besonders offensichtlich ist das während dem Corona-Krisenjahr 2020 geworden. Damit ein eigenes Zimmer kein Luxusgut wird, müssen Mieten dringend gesenkt werden.

Von Armut bedrohte Menschen haben ein höheres Risiko pflegebedürftig zu werden und sind früher auf Pflege angewiesen.
Pflegerisiko hängt vom Geld ab

Die Höhe des Einkommens beeinflusst das gesamte Leben. Wer weniger hat, wird im Schnitt nicht so alt wie Menschen mit höherem Einkommen. Aber auch die Qualität der Lebensjahre sinkt.

Jeder vierte Mieterhaushalt ist armutsgefährdet.
Handlungsdruck schöngeredet

Statt das Problem der stetig steigenden Mieten grundlegend anzugehen, gab es lediglich unwirksame Reförmchen. Die hohen Mietpreise, die auch für Armut verantwortlich sind, müssen nicht nur gestoppt, sondern konsequent gesenkt werden.

Jeder vierte Mieterhaushalt ist armutsgefährdet.
Armutsrisiko von Mietern steigt

Immer mehr Haushalte, die in Deutschland zur Miete wohnen, gelten als von Armut bedroht. Nach Angaben der Bundesregierung ist ein Viertel aller Mieterhaushalte betroffen.

Zwei Drittel der gemeinnützigen Schuldnerberatungsstellen verzeichnen einen Anstieg der Beratungsanfragen.
Mehr Menschen in finanzieller Not

Private Überschuldung ist kein Randphänomen, sondern weitverbreitet. Durch die Coronakrise verschärft sich die Lage weiter. Wähend sich zu Beginn der Pandemie viele Menschen noch durch Rücklagen über Wasser halten konnten, ist dies inzwischen für viele nicht mehr möglich.

Der Wegfall des Schulessens kann vor allem für arme Kinder bereits nach kurzer Zeit zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen.
Mangelernährung durch Schulschließungen

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben zu einer gestiegenen Unterversorgung bei Kindern geführt. Mit gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit und Entwicklung.

Selbst für einen gebrauchten 50 Euro-Kühlschrank muss ein Hartz IV Empfänger über zwei Jahre lang sparen.
Ein Kühlschrank für unter zwei Euro

Das Bundesverfassungsgericht hat es 2014 vorgegeben, der Gesetzgeber Anfang 2021 umgesetzt, die Bundesarbeitsagentur nun ausgeschlossen. Ein Beispiel, wie realitätsfremd und kompliziert Hartz IV ist.

Einmalzahlungen für Haushalte mit wenig Geld wären das allermindeste, um die Preissteigerungen abzufangen.
Energiepreis-Entlastung muss her

Damit sich diesen Winter nicht Millionen Menschen zwischen einer warmen und einer dunklen Wohnung entscheiden müssen, muss es dringend mindestens Einmalzahlungen für Haushalte mit wenig Geld geben.

Ausschluss im Klassenzimmer

Wer auf einer Förderschule war, findet laut einer aktuellen Studie schwerer einen Ausbildungsplatz. Selbst dann, wenn ein vergleichbarer Schulabschluss wie an einer Regelschule erworben wurde.

Wohnungslosigkeit kein Thema

Obwohl die Wohnungslosigkeit in Deutschland rasant steigt, ist das Problem bei den Ampel-Sondierungen kein Thema. Dabei müsste der Kampf gegen diese prekären Zustände Priorität haben.

Chronischer Hunger nimmt zu

Nach Jahrzehnten des Rückgangs steigt die weltweite Verbreitung von Unterernährung. Gewaltsame Konflikte sind die Hauptursache, Klimakrise und Corona-Pandemie verschärfen die Situation.

Gemüse als Luxusgut

Das Leben in Deutschland wird immer teurer. Vor allem die Preise für Nahrungsmittel steigen aktuell überdurchschnittlich stark. Das hat gravierende Auswirkungen auf von Armut bedrohte und in Armut lebende Menschen.

Versteckte Kürzungen

Die Hartz-IV-Sätze steigen zum Jahreswechsel um zwei bis drei Euro im Monat. Ein breites Bündnis kritisiert die Erhöhung als unzureichend. Sie führe sogar zu realen Kaufkraftverlusten.

Weder Können noch Wollen

Der Väterreport verdeutlicht, wie schlecht es um gleichberechtigte Partnerschaften steht. Nicht nur politisch muss viel mehr getan werden. Der Report zeigt auch, dass viele Väter gar keine Veränderung der Rollenaufteilung wollen.