Redaktionsübersicht

Birthe Berghöfer

Birthe Berghöfer
Birthe Berghöfer, Jahrgang 1991, hat Politikwissenschaft und Gender Studies in Marburg und Berlin studiert. Nach drei Jahren in Schweden, wo sie für das „nd“ unter anderem über Politik und Gesellschaft in Skandinavien berichtete, kam sie im April 2020 ins Onlineressort des „nd“. Die Berlinerin twittert als @BirtheBird über Feminismus, Gender, Schweden und die Kuriositäten des Alltags.
Aktuelle Beiträge von Birthe Berghöfer:
Die UEFA schießt ein Eigentor

Das Verbot der UEFA, die Allianz Arena in Regenbogenfarben zu beleuchten, ist grotesk: Immerhin hat sich der Verband gegen ein Zeichen für Akzeptanz und Gleichbehandlung von homosexuellen und transgeschlechtlichen Menschen entschieden.

In der Sexualbegleitung, aber auch der Sexarbeit generell, geht es gar nicht nur um Penetration und Orgasmus.
»Es geht immer um Geruch, Geschmack, Haut, Nacktsein«

Menschen mit Behinderung wird eine eigene Sexualität oft abgesprochen. Dabei ist Sex ein menschliches Grundbedürfnis, unabhängig von körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Die Sexualbegleitung kann Abhilfe schaffen, ist aber auch umstritten.

»Ich bin gegen den Paragrafen 218«

»Wir haben abgetrieben« erklärten Hunderte Frauen am 6. Juni 1971 im Magazin »Stern« und forderten die Abschaffung des Paragrafen 218. 50 Jahre danach ist das Stigma und die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen immer noch nicht beendet.

Kupferspiralen wie diese sollten eigentlich eine unkomplizierte Verhütung garantieren.
Gefährliche Verhütung

Bei einigen Kupferspiralen der Firma Eurogine kam es vermehrt zu Brüchen der Seitenarme. Obwohl das schwere Komplikationen bedeuten kann, wissen viele Nutzerinnen nichts von den fehlerhaften Modellen. In Österreich plant man eine Sammelklage.

Kein Grund, stolz zu sein

Mit »Pride-Kollektionen« wollen sich Unternehmen als besonders queerfreundlich verkaufen. Dahinter steckt wenig, denn oft sind weder die Unternehemsstrukturen divers, noch setzt man sich ganzheitlich für Geschlechtergerechtigkeit und Akzeptanz ein.

Enormer Anpassungsbedarf

Männerdominanz, Konservatismus und patriarchale Strukturen: Um den Status quo der deutschen Anwaltschaft aufzubrechen, haben die Anwältinnen Katja Dunkel und Rebecca Richter eine Kanzlei eröffnet, die sich explizit an Frauen und LGBTQIA*-Menschen richtet.

»Die Doppelmoral der SPD«

Der SPD-Politikerin Leni Breymaier wird Doppelmoral vorgeworfen: weil sie das Recht auf Vornamensänderung, um etwa Irritation im Alltag zukünftig zu vermeiden, selbst in Anspruch nimmt, es transgeschlechtlichen Personen aber versagt.

Kein Grund zur Freude: Der Bundestag stimmt mehrheitlich gegen ein Selbstbestimmungsgesetz
Immense Menschenrechtsverletzungen

Der Bundestag hat zwei Entwürfe für ein Selbstbestimmungsgesetz abgelehnt. Trans und nicht-binäre Personen werden also weiter durch das bestehende Transsexuellengesetz bevormundet und diskriminiert, kritisiert Gabriel_Nox Koenig vom Bundesverband Trans*.

Systemrelevant für die LGBTIQ-Community

Am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit machen viele deutlich, wie wichtig queere Clubs, Bars und Beratungsangebote sind - und wie gefährdet sie seit Beginn der Pandemie sind.

Frauen demonstrieren im März 2021 gegen den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention
Istanbul-Konvention: Ein fast revolutionäres Instrument

Vor zehn Jahren wurde die Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen erstmals unterzeichnet. Jessica Mosbahi von medica mondiale erklärt, was sich seitdem getan hat - und noch getan werden muss.

Eine Demonstration gegen sexistische und sexuelle Gewalt. Die Schweiz will ihr Sexualstrafrecht reformieren.
»Dümmster Titel ever«

In der Schweiz wird derzeit ein neues Sexualstrafrecht diskutiert. »Sex nur noch mit Zustimmung?« titelte daraufhin die Neue Züricher Zeitung und erntete erstaunte bis wütende Reaktionen. Zu Recht, denn Sex ohne Zustimmung ist Vergewaltigung!

»Aus Prinzip kein Freispruch«

Nach einer Sitzblockade gegen den »Marsch für das Leben« 2019 erhielten über 100 Aktivist*innen Strafanzeigen, einige wurden wegen Nötigung verurteilt. Eine Berufung scheiterte nun vor Gericht.

»Pinky Gloves« stellt Produktion ein

Nach einem gehörigen Shitstorm im Netz haben die beiden »Erfinder« pinker Handschuhe zur Entsorgung von Periodenprodukten die Produktion wieder beendet. Allerdings nicht, weil sie gemerkt haben, was für ein unsinniger Quatsch ihr Produkt ist.

Unermüdliche Kämpferin

Sie solle die Fresse halten – das und etliche Hasskommentare und rassistische Beschimpfungen prasseln täglich auf die Comedy-Autorin Jasmina Kuhnke ein. Seit ihre Adresse veröffentlicht wurde, findet die Bedrohung nicht mehr »nur« im Netz statt.

Mundtot gemacht

Von MeToo nichts gelernt: Im Kontext von Vorwürfen sexualisierter Gewalt beobachtet man oft, dass Frauen, die offen über ihre Erfahrungen sprechen, dafür bestraft werden, ja möglichst wieder zum Schweigen gebracht werden.

Authentisch gefälscht

Die Regisseurin Elke Margarete Lehrenkrauss zeigt in ihrem Dokumentarfilm »Lovemobil« den Alltag von Sexarbeiterinnen. Doch große Teile des Films wurden inszeniert, Prostituierte und Freier sogar von Darsteller*innen gespielt.

»Absurde Situationen«

»Alle Missstände, die jetzt an die Oberfläche kommen, sind welche, die aus kapitalistischen Verhältnissen stammen.« Drei Zero-Covid-Verfechterinnen über ihre Forderung nach einem solidarischen Shutdown und geschlechterpolitische Aspekte der Pandemie.

Thrombose vs. Thrombose

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hat das Ufer längst erreicht, da setzt Deutschland die Impfungen mit Astrazeneca aus. Der Stopp ist umstritten, im Netz regt man sich vor allem über Doppelmoral bei den mutmaßlichen Nebenwirkungen des Vakzins auf.

Systemrelevant, aber wertlos

In Deutschland liegt der Gender Pay Gap derzeit bei 18 Prozent - und damit weiterhin über dem Durchschnitt in der EU. Dabei arbeiten vor allem Frauen in systemrelevanten Berufen. Ist Systemrelevanz in Deutschland also nichts wert?

Kriminalität wird vorausgesetzt

Feminismus ist kein Verbrechen - sollte man meinen. Lili Kramer vom queerfeministischen Bündnis »What-The-Fuck?!« berichtet allerdings von Repression und sogar strafrechtlicher Verfolgung feministischer Aktivist*innen.