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75 Jahre DEFA: »KLK an PTX - Die Rote Kapelle« (DEFA 1971, fa, 178‘)

Die DEFA wurde am 17. Mai 1946 gegründet. Die Geschichte der DEFA, der einst staatlichen Filmgesellschaft der DDR, endete keineswegs mit der letzten Produktion unter dem bekannten Logo, auch nicht mit dem Verkauf der Babelsberger Ateliers und der Privatisierung der Verleihgesellschaft Progress. Über ein Jahrzehnt dauerte es, bis die kulturelle Hinterlassenschaft durch die Gründung der DEFA-Stiftung gerettet, geordnet und in sichere Hände übergeben werden konnte.

Im 75. Gründungsjahr wollen wir Filmschaffende der DEFA ehren, die ebenfalls einen Jubiläumsgeburtstag feiern.

Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner

Es wird gezeigt:
»KLK an PTX - Die Rote Kapelle« (DEFA 1971, fa, 178‘)
(vorbehaltlich, dass es die Corona-Situation zulässt)

Regie: Horst E. Brandt
Drehbuch: Claus und Wera Küchenmeister, Horst E. Brandt
Kamera: Günter Haubold
Musik: Helmut Nier
Darsteller: Horst Drinda, Irmgard Münch, Barbara Adolph, Horst Schulze, Manfred Karge, Jutta Wachowiak, Klaus Piontek, Eberhard Esche, Günther Simon, Ursula Karusseit, Jessy Rameik, Heidemarie Wenzel, Marylou Poolman, Wolfgang Greese, Johannes Wieke, Rudolf Ulrich, Herbert Köfer, Alfred Müller, Wilhelm Koch-Hooge, Leon Niemczyk, Hans-Peter Reinecke, Katharina Lind,

Nach seiner Rückkehr aus der Sowjetunion hält der Jurist und Wirtschaftsexperte Arvid Harnack Ende 1932 in Berlin einen Vortrag über seine Erfahrungen und wie diese für eine Erneuerung Deutschlands genutzt werden könnten. Als wenige Monate später Hitler die Macht in Deutschland übernimmt, bildet Harnack gemeinsam mit Gleichgesinnten die Widerstandsgruppe "Rote Kapelle", die einer der bedeutendsten Gegner des Nazi-Regimes wird. Neben Harnack gehören der Gruppe unter anderen auch der Luftfahrt-Offizier Schulze-Boysen, der Dichter Adam Kuckhoff, der kommunistische Redakteur John Sieg, der Arbeiter Schulze und der Dreher Coppi an. Es gelingt der Bewegung, die nach den Beschlüssen der KPD agiert, wichtige Informationen über Nazi-Deutschland per Funk ins Ausland zu übermitteln. Schließlich aber kommt die Gestapo den Männern auf die Spur – viele von ihnen werden verhaftet und bezahlen ihren Mut zum Widerstand mit dem Leben.
KLK an PTX war die erste filmische Behandlung der Widerstandsaktivitäten der Roten Kapelle, die sich auf den Widerstand in Belgien und Frankreich konzentrierte. Für die filmische Auseinandersetzung der DEFA mit dem Widerstand im Dritten Reich, in der bis dato der kommunistische Widerstand im Vordergrund stand, war KLK an PTX ein Novum, da hier ein breites Bündnis von Widerstandskämpfern unterschiedlicher Ideologien nachgezeichnet wurde.

Gesprächspartner: Jutta Wachowiak, Dr. Jürgen Danyel (ZZF Potsdam) und Daniel Küchenmeister

Bitte beachten sie, das ab 23. August auch für Berlin der Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen nur noch für vollständig Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete zulässig ist. Halten sie dafür bitte ihren Nachweis bereit!

Infos zum Termin
29. September 2021 , 18:00 Uhr
Kino Toni
Antonplatz 1, 13086 Berlin
Der Termin wurde eingestellt von der Redaktion neues deutschland
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