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Die Verrufenen (1925, Stummfilm, 113 min)

Regie: Gerhard Lamprecht Drehbuch: Luise Heilborn-Körbitz, Gerhard Lamprecht, nach Erlebnisberichten von Heinrich Zille Kamera: Karl Hasselmann Musikbegleitung: Donald Sosin Darsteller*innen: Aud Egede Nissen, Bernhard Goetzke, Mady Christians, Paul Bildt, Frigga Braut, Margarethe Kupfer, Arthur Bergen, Eduard Rothauser, Aribert Wäscher, Frida Richard, Georg John

Der Regisseur Gerhard Lamprecht zeigt mit »Die Verrufenen« einen Milieu-Film, in dem das reiche und das arme Berlin kontrastiert werden: Ein Ingenieur, Robert Kramer, kommt durch einen Meineid ins Gefängnis und fällt damit aus seinem stabilen Lebenszusammenhang. Er findet keine Arbeit mehr, will ganz aufgeben, wird durch die Prostituierte Emma gerettet, findet einen Freund – einen Fotografen, den wir durchaus als Zille-affin betrachten dürfen – und kehrt mit dessen Hilfe und seinem technischen Geschick in seine alten Berufszusammenhänge zurück.

Das Leid von Menschen stand im Mittelpunkt vieler Filme von Gerhard Lamprecht. Die Zuschauer sollten Mitleid mit seinen Protagonisten empfinden und durch miterlebtes Leid die Welt besser machen. Im Film »Die Verrufenen« zeichnet er kinematografische Portraits der Elendsviertel der Ärmsten, der Hinterhöfe, Lumpenkeller und Obdachlosenasyle nach den Aufzeichnungen des Berliner Malers Heinrich Zille. Der proletarische Film […] – wurde nach seiner Premiere 1925 im eleganten Berliner Westen vom sozialdemokratischen »Vorwärts« die »Bedeutung eines Evangeliums« zugeschrieben: »Das alles sind Menschen wie du, Menschen, die wirklich leben, unter diesen Verhältnissen leben; Kinder werden hier groß, in ‚Wohnungen‘, die so nass sind, dass junge Katzen darin krepieren …«

Gesprächspartner: Hans Helmut Prinzler (Filmhistoriker)
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Eintritt: 9,- EUR / 7,- EUR (ermäßigt)
Tickets unter: https://www.kino-toni.de

Es gelten die 2G Regeln aufgrund der aktuellen Bestimmungen zum Infektionsschutz.

Der Berliner Filmmontag - Berlin im Film ist eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, nd, Kino Toni und DEFA-Stiftung mit freundlicher Unterstützung von BAUWERT AG.

Infos zum Termin
06. Juni 2022 , 18:00 Uhr
Kino TONI
Antonplatz 1, 13086 Berlin
Der Termin wurde eingestellt von der Redaktion neues deutschland
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