Lokal, sozial und jetzt ein Jahr legal
Jahrzehntelang wurde über die Legalisierung von Marihuana diskutiert. Rund 40% der Deutschen im Alter von 18 bis 59 Jahren haben mindestens einmal in ihrem Leben gekifft. Im Jahr 2023 hat noch die Ampel-Koalition eine schrittweise Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken für Erwachsene gesetzlich ermöglicht.
Eines der erklärten Ziele dieser Legalisierung ist die Austrocknung – oder zumindest Eindämmung – des Schwarzmarktes. Dort unterliegt Cannabis keiner Qualitätskontrolle, von Produktion über Vertrieb bis zum Verkauf herrschen oft kriminelle Strukturen. Diese zu durchbrechen erfordert legale und regulierte Wege für Anbau und Vertrieb. Das sollen jetzt auch nicht-gewerbliche Anbauvereinigungen - "Cannabis-Clubs" - ermöglichen. Vor einen Jahr ist in Berlin der erste solcher Anbauvereine lizenziert worden.
Wir wollen Einblick gewähren: Was geschieht in den Anbauvereinigungen eigentlich? Wir wollen Bilanz ziehen: Sind die gesetzlichen Regelungen gut und praktikabel - oder doch eher bürokratisch und mit hohen Hürden versehen? Was müsste sich ändern? Und wir wollen diskutieren: Wo stehen wir nach Verabschiedung des Konsumcannabisgesetzes heute, aus drogenpolitischer und suchtpolitischer Perspektive?
Über ihre Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen informieren Berliner Cannabisproduzenten im Rahmen einer Podiumsveranstaltung in der Helle Panke e. V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin. Da eine Besichtigung der Produktionsstätten wegen hoher Sicherheitsanforderungen nicht möglich ist, bieten die Produzierenden mit einem selbstgedrehten Film Einblicke in ihre Arbeit. Anschließend diskutieren wir gemeinsam und beantworten die Fragen.
Teilnehmende auf dem Podium:
• Jana Halbreiter, Vorstandsmitglied der Cannabis Anbauvereinigungen Deutschlands e.V. (CAD e.V.)
• Klaus Lederer, Sprecher für Queerpolitik und Drogenpolitik der Linksfraktion Berlin
• Dinah Rogge Leitung der AG Prävention & Gesundheit im CAD e. V.
Moderation: Fabian Kunow
Kosten: 2,00 Euro