Erholung mit wachsenden Risiken

EU-Kommission prognostiziert für die Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent in diesem Jahr

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Brüssel geht davon aus, dass sich die Wirtschaft in der Eurozone 2016 und 2017 weiter erholt. Doch die Arbeitslosigkeit bleibt hoch und globale Risiken nehmen zu.

Pierre Moscovici wollte am Donnerstag bei der Vorstellung der Winterprognose der EU-Kommission erst mal positive Stimmung verbreiten. Man höre meist nur schlechte Nachrichten, sagte der Wirtschaftskommissar, doch nun dürfe er »mit einer guten Nachricht« beginnen. Denn die Wirtschaft in der Eurozone erhalte derzeit viel »positiven Rückenwind«. So schätzt seine Behörde, dass das Wirtschaftswachstum in der Währungsunion vergangenes Jahr bei 1,6 Prozent lag. Für dieses und nächstes Jahr geht die Kommission von einem Wachstum von 1,7 und 1,9 Prozent aus.

2013 war die Wirtschaft noch um 0,4 Prozent geschrumpft, 2014 dann schon um 0,9 Prozent gewachsen. Damit scheint die Eurozone endgültig aus der Rezession heraus zu sein - wenn man den Vorhersagen Glauben schenken will. Die Kommission musste nämlich ihre Prognosen in der Vergangenheit immer wieder nach unten korrigieren. Und auch in Bezug auf die jetzige Winterprognose räumte Moscovici ...


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