Rasende Teilchen und immer neue Rätsel

Schwarze Löcher verschlingen, was ihnen zu nahe kommt, doch auch ihre geistige Sogwirkung ist ungebrochen

  • Von Dieter B. Herrmann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Astronomen reiben sich gerade verwundert die Augen. Damit hatten sie nicht gerechnet: In einer nahezu isoliert stehenden kleinen Galaxie mit der Katalogbezeichnung NGC 1600 haben sie ein Schwarzes Loch mit 17-milliardenfacher Sonnenmasse entdeckt. Nicht allein, dass der bisherige Rekord (21 Milliarden Sonnenmassen) nur knapp darüber liegt - das Objekt wurde an einem Ort gefunden, wo man es nie erwartet hätte. Denn das Sternensystem verfügt nur über etwa ein Zehntel der Masse unserer Galaxis und steht recht isoliert im Weltraum. Die supermassiven Schwarzen Löcher wurden bisher stets in den Zentren sehr massereicher Galaxien oder Galaxienhaufen gefunden. Für das Verständnis der Herkunft dieser Objekte und der Evolution von Galaxien dürfte der neue Fund von einiger Bedeutung sein. Jetzt will man nach weiteren Beispielen suchen, wobei zahlreiche Teleskope (u.a. auch das Hubble Space Telescope) miteinander kooperieren werden. Erst dann ...


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