Stipendium für Lehrer wird geprüft

Potsdam. Die rot-rote Koalition lehnte am Donnerstag im Landtag den bereits ganz konkreten Vorschlag der Oppositionsfraktionen CDU und Grüne ab, ein Lehrerstipendium einzuführen. Angehende Pädagogen, die sich verpflichten, später auf dem Lande zu unterrichten, sollten ab dem fünften Semester 300 Euro monatlich erhalten. So sollte dem Lehrermangel allgemein und insbesondere in abgelegenen Gegenden begegnet werden. 2017 sollte das Stipendium mit jährlich 50 Plätzen starten. Als Vorbild diente ein im Herbst in Sachsen für zunächst 50 Studenten eingeführtes Stipendium.

Die LINKE könnte sich so ein Stipendium durchaus vorstellen, die Förderung erst ab dem fünften Semester sei aber zu spät, sagte die Abgeordnete Isabelle Vandré. Und die SPD möchte erst einmal zuverlässig wissen, dass die Maßnahme wirklich dazu führen würde, dass die Lehrer anschließend dauerhaft dort bleiben, wo sie gebraucht werden. So wurde schließlich beschlossen, zunächst die Erfahrungen in Sachsen abzuwarten und die Einführung eines solchen Stipendiums in Ruhe zu prüfen. af Seite 11

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung