Präsidentin Park gibt Oppositionsdruck nach

Seoul. Ein Korruptionsskandal um eine enge Freundin zwingt Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye zu weitreichenden politischen Zugeständnissen. Unter dem Druck anhaltender Straßenproteste und Kritik der Opposition erklärte sich Park am Dienstag bereit, die Nominierung ihres Wunschkandidaten für das Ministerpräsidentenamt zurückzuziehen. Stattdessen solle das Parlament einen neuen Kandidaten vorschlagen, sagte Park bei einem Treffen mit Parlamentspräsident Chung Sye Kyun. Zugleich deutete sie an, größere Befugnisse als bisher an den Ministerpräsidenten abzutreten - auch das ist eine Forderung der Opposition. In Südkoreas Präsidialsystem trifft das Staatsoberhaupt fast alle wichtigen Entscheidungen. Der neue Premierminister solle die volle Kontrolle über das Kabinett übernehmen, wurde Park von südkoreanischen Sendern zitiert. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung