Neonazis nach Brandanschlag vor Gericht

Potsdam. Mehr als ein Jahr nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) müssen sich der NPD-Stadtverordnete Maik Schneider und fünf weitere Angeklagte aus der rechten Szene vor Gericht verantworten. Der Prozess solle am 24. November beginnen, teilte das Landgericht Potsdam auf seiner Webseite mit. Zuvor hatten der rbb und die »Märkische Allgemeine« berichtet. Die Anklage wirft Schneider und vier weiteren Angeklagten die Gründung einer kriminellen Vereinigung vor.

Eine Sporthalle, die in Nauen vorübergehend als Notunterkunft für rund 100 Flüchtlinge dienen sollte, war in der Nacht zum 25. August 2015 in Brand gesetzt und vollkommen zerstört worden. Einzelnen Mitgliedern der Gruppe werden weitere rechte Delikte wie Brandstiftung am Auto eines polnischen Staatsbürgers und ein Farbbeutel-Anschlag auf ein Büro der Linkspartei vorgeworfen. Hinzu kommt eine Brandstiftung auf einer Baustelle für ein Flüchtlingsheim und die Sprengung eines Unterstands an einem Supermarkt. dpa/nd

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