Der 13. August wird kein Gedenktag

  • Lesedauer: 1 Min.

Potsdam. Die rot-rote Koalition hat im Landtag einen Vorstoß der CDU abgelehnt, den 13. August künftig als Gedenktag für den Mauerbau 1961 und die Opfer der SED-Dikatur zu begehen. »Unsere Gedenk- und Feiertage sind Tage der Erinnerung an eine Befreiung von Unterdrückung«, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Kurth in der Debatte am Mittwoch. »Wir wollen auch weiterhin der Opfer an der Mauer gedenken - aber den Tag der Befreiung wollen wir am 3. Oktober feiern.« Die Abgeordnete Andrea Johlige (LINKE) sagte, Gedenktage seien kein Allheilmittel. »Wir bezweifeln, dass dies ein geeignetes Mittel ist, der jüngeren Bevölkerung den Mauerbau und die Folgen für die Menschen näher zu bringen.« Auch Grünen-Fraktionschef Axel Vogel zweifelte am Sinn eines Gedenktages. »Es geht um lebendige Erinnerung und nicht um verordnetes Gedenken«, meinte er. Die Politiker müssten hinaus zu den Menschen, um die Erinnerung an den Mauerbau und die Folgen wach zu halten. Die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung, die AfD und die Freien Wähler stimmten für den Gedenktag. Der CDU-Abgeordnete Jan Redmann hatte für den Gedenktag geworben, indem er an die mindestens 139 Menschen erinnerte, die bei Fluchtversuchen an der Mauer ums Leben gekommen waren. dpa/nd

Wir stehen zum Verkauf. Aber nur an unsere Leser*innen.

Die »nd.Genossenschaft« gehört denen, die sie lesen und schreiben. Sie sichern mit ihrem Beitrag, dass unser Journalismus für alle zugänglich bleibt – ganz ohne Medienkonzern, Milliardär oder Paywall.

Dank Ihrer Unterstützung können wir:

→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen in den Fokus rücken
→ marginalisierten Stimmen eine Plattform geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und weiterentwickeln

Mit »Freiwillig zahlen« oder einem Genossenschaftsanteil machen Sie den Unterschied. Sie helfen, diese Zeitung am Leben zu halten. Damit nd.bleibt.

- Anzeige -
- Anzeige -