Starterpaket für den neuen Job

Thüringens Regierung zieht Bilanz über die öffentlich geförderte Beschäftigung

Erfurt. Um Langzeitarbeitslose noch besser auf dem sozialen Arbeitsmarkt in Thüringen zu integrieren, fordern Forscher weitere Unterstützung für die Betroffenen. Beispielsweise müsse Erwerbslosen im Bedarfsfall ein »Starterpaket« für einen neuen Job finanziert werden, in dem auch »angemessene Kleidung für eine gesamte Arbeitswoche« enthalten sei, heißt es in einem Bericht des Zentrums für Sozialforschung Halle über die öffentlich geförderten Beschäftigung in Thüringen, den Landes-Sozialministerin Heike Werner (LINKE) in dieser Woche in Erfurt vorgestellt hat. Unangemessene oder aus dem Rahmen fallende Kleidung könne die Integration von Langzeitarbeitslosen in die Stammbelegschaft eines Unternehmens verhindern.

Werner sagte, sie wolle gemeinsam mit den anderen Institutionen, die an der öffentlich geförderten Beschäftigung im Freistaat beteiligt sind, prüfen, wie Menschen mit einem solchen Starterpaket geholfen werden könne.

Insgesamt zog Werner auf Grundlage des Berichts ein positives Fazit des rot-rot-grünen Pilotprojektes, mit dem seit Ende 2015 staatlich finanziert Stellen zum Beispiel in Tierheimen, bei Sportvereinen oder Kommunen geschaffen werden können. Die öffentlich geförderte Beschäftigung gebe Menschen nachweislich eine Perspektive, die oft schon »eine Odyssee der verschiedenen Maßnahmen« hinter sich hätten. Die Förderung durch solche Stellen beginne da, wo zum Beispiel die Arbeitsagenturen keine geeigneten Programme oder nicht mehr ausreichend Geld für solche Fälle hätten.

Seit dem Start des Projekts sind nach Angaben von Sozialministerin Werner bereits etwa 780 Plätze auf dem sozialen Arbeitsmarkt in Thüringen entstanden. Insgesamt gebe es derzeit noch etwa 23 000 Langzeitarbeitslose in Thüringen.

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