Werbung

Dialogforum zu BER-Umfeld aufgewertet

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Auf ihrer 15. Sitzung am Montag am Flughafen Berlin-Schönefeld haben die Mitglieder den Neustart ihres Dialogforums Airport Berlin Brandenburg verkündet. Um das Netzwerk künftig mit mehr Professionalität und Durchsetzungsfähigkeit auszustatten, beschlossen sie einstimmig, ihm einen neuen rechtlichen Rahmen und eine neue Struktur zu geben. Neben dem bisherigen Kernthema »Lärmschutz« richtet es sich verstärkt auf Interessenausgleich und gemeinsame Weiterentwicklung der kommunalen Infrastruktur. Gerade die Debatte um Defizite bei der Verkehrsinfrastruktur im Flughafenumfeld und bei der Anbindung des neuen Hauptstadtflughafens BER ist unlängst neu entbrannt.

Wie der scheidenden Interimsvorsitzende und Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) mitteilte, wurde die Umorganisation zu einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Dialogforum abgeschlossen. Zum Vorsitzenden wurde der Niederländer Willem Trommels gewählt, der bis 2005 für die Umfeldentwicklung am Flughafen Amsterdam-Schiphol verantwortlich war und als externer Berater auch über Erfahrungen mit der Berliner Flughafenentwicklung verfügt. Die Wahl Trommels beendet auch die schwierige Übergangsphase nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Wolfram Hülsemann.

Zu Trommels Stellvertreter wählten die Mitglieder nach intensiven Beratungen den Bürgermeister von Ludwigsfelde, Andreas Igel (SPD).

Das 15. Dialog Forum, an dem neben Vertretern von zwölf Umlandgemeinden und drei Landkreisen aus Brandenburg, drei Berliner Bezirksämtern, der Flughafengesellschaft FBB und der Länder Berlin und Brandenburg teilnehmen, beschloss die Fortschreibung des Gemeinsamen Strukturkonzepts. 2008 auf den Weg gebracht, soll es »mit einer klaren zeitlichen und inhaltlichen Rahmensetzung vorangebracht« werden. Auch solle es die »Erarbeitung eines integrierten, nachhaltigen Mobilitäts- und Verkehrskonzeptes einschließen«.

Forumchef Trommels erklärte: »Die Länder Berlin und Brandenburg profitieren jetzt schon von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung rund um den BER.« Das Dialogforum habe sich in den letzten Jahren zu einem starken, kommunalen Akteur entwickelt.

Für die am Standort gastgebende Flughafengesellschaft verwies Manfred Bobke-von Camen auf die mit dem nun feststehenden Inbetriebnahmetermin Oktober 2020 wachsenden Herausforderungen für das Flughafenumland. »Aus der Sicht der Flughafengesellschaft ist es gut zu wissen, in dieser Situation einen guten Dialog mit allen Beteiligten zu führen und dafür ein funktionierendes, verlässliches geführtes Forum zu haben«, betonte er.

Politisches Gewicht erhielt das Forum durch die Teilnahme von Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) und Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (LINKE).

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung