Skeptische Experten

Zweifel am Erfolg der Gipfelinitiative

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Kim trifft Trump - es wäre eine historische Begegnung und eine spektakuläre Wende im Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm. Doch ob der Gipfel wirklich zustande kommt, ist noch völlig offen. Und auch wenn es Lob von Großmächten wie China und Russland gibt und Kanzlerin Angela Merkel von einem »Hoffnungsschimmer« spricht - Experten habe starke Zweifel an den Erfolgsaussichten der Initiative. Sie glauben, dass Trump sich von Kim über den Tisch ziehen lässt. »Nordkorea will seit mehr als 20 Jahren einen Gipfel mit einem US-Präsidenten«, sagt der Korea-Experte Jeffrey Lewis vom Middlebury Institute of International Studies. Kim wolle keineswegs atomar abrüsten, er wolle vielmehr der Welt zeigen, dass der US-Präsident ihn wegen des Atomwaffen- und Raketenprogramms als »ebenbürtig« behandeln müsse. Auch Evan Medeiros, einst Asien-Berater des früheren US-Präsidenten Barack Obama, sieht in Kims Vorschlag für ein Treffen mit Trump vor allem den Versuch, Nordkorea als »De-facto-Atommacht« anerkennen zu lassen. Kim Jong Un sei ein »geschickter Manipulator«, sagt Medeiros. Der starke Mann an der Spitze des international isolierten Nordkorea habe vermutlich »Trumps Eitelkeit als selbsternannter weltbester Macher von Deals ausgenutzt«, um ihn von einem Treffen zu überzeugen. Nordkorea wolle auf Zeit spielen, »ohne jede Absicht, jemals seine Atomwaffen abzugeben«, so Andrej Lankow von der Korea Risk Group. AFP/nd

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