Riskante Verordnungen von Schlafmitteln

Stuttgart. Vor allem ältere Patienten bekommen Schlaf- und Beruhigungsmittel, sogenannte Benzodiazepine und Z-Substanzen, oft zu lange und in zu hoher Dosierung verordnet. Der Hamburger Suchtforscher Uwe Verthein untersuchte, wie häufig problematische Verschreibungsmuster vorkommen und wie sich die Verordnung der Mittel entwickelt. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift »Suchttherapie«. Die meisten Fälle einer Medikamentenabhängigkeit gehen auf eine über- und regelmäßige Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln zurück. Oft beginnt die Abhängigkeit mit einer ärztlich verordneten Einnahme, die über den in den Leitlinien vorgegebenen Zeitrahmen von maximal vier bis acht Wochen hinaus fortgesetzt wird. nd

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