Werbung

Grünes Licht für 9,54 Euro Mindestlohn bei öffentlichen Aufträgen

Schwerin. In Mecklenburg-Vorpommern rückt der bundesweit zweithöchste Mindestlohn für öffentliche Aufträge näher: Der Wirtschaftsausschuss des Landtags hat am Donnerstag grünes Licht für das neue Vergabegesetz des Landes gegeben. Es sieht vor, dass Firmen künftig nur dann öffentliche Aufträge von Land und Kommunen bekommen, wenn sie ihren damit beschäftigten Mitarbeitern mindestens 9,54 Euro pro Stunde zahlen. Das sind 70 Cent mehr als der aktuelle gesetzliche Mindestlohn. Jetzt muss noch der Landtag entscheiden, der in aller Regel dem Votum seiner Ausschüsse folgt. Nach Einschätzung der Opposition wird der neue Vergabemindestlohn allerdings weitgehend wirkungslos bleiben. »Da sämtliche Branchenmindestlöhne über den festgesetzten 9,54 Euro liegen, wird das neue Gesetz kaum Wirkung zeigen«, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster. Seine Fraktion fordere 10,09 Euro. Den höchsten Vergabe-Mindestlohn für öffentliche Aufträge hat derzeit Schleswig-Holstein mit 9,99 Euro. Thüringen plant, wie Mecklenburg-Vorpommern, 9,54 Euro festzulegen. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung