Empörung

Geschäfte der Bayer AG

Der Deutsche Kulturrat hat das Verhalten der Bayer AG im Zusammenhang mit der »Mars«-Statuette von Giambologna aus seiner Sammlung als »zweifelhafte Aktion« kritisiert. Der Chemiekonzern lasse sich Neuerwerbungen für seine Kunstsammlung von der öffentlichen Hand mitfinanzieren, begründete der Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Mittwoch (4. Juli) seine Empörung. Bayer wollte die Renaissance-Bronze bei Sotheby’s in London versteigern lassen, um nach eigenen Angaben zeitgenössische junge Kunst anzukaufen. Nach Protesten aus der Kunstwelt zog der Konzern sie zurück und verkauft sie den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden für einen unbekannten Millionenbetrag.

Der »Mars« war 1587 ein Geschenk des Künstlers an den sächsischen Kurfürsten Christian I.. 1924 ging er an das Fürstenhaus Wettin, 1983 kam die Bronze als Geschenk zur Bayer AG. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung