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Es läuft und läuft, aber nicht von selbst

Am 18. Mai steigt 47. Auflage des GutsMuths-Rennsteiglaufs / nd-Team zum 17. Mal dabei

  • Von Michael Müller
  • Lesedauer: 2 Min.

Der Rennsteiglauf startet am 18. Mai zum 47. Mal. Um die 15 000 Aktive werden auf den inzwischen sieben Lauf-, Nordic-Walking- und Wanderstrecken erwartet - vom Supermarathon (73,9 km) bis zu den 1100 m für die U8-Kinder, die allerjüngsten Juniorinnen und Junioren. Schon jetzt gibt es weit über 10 000 Anmeldungen für die 47. Auflage.

Dieses Sportereignis ist die einzige DDR-Sportgroßveranstaltung, die die Wende durch- und überstanden hat. Es gilt längst als der größte, schönste und härteste Breitensport-Cross Europas. Sein Marathon gehört in Deutschland zu den zehn gleichartigen Läufen mit beständig über 1000 Starterinnen und Startern. Er war 2018 zum vierten Mal hintereinander im Urteil einer alljährlichen Fan-Umfrage der »Marathon des Jahres«.

Jüngst zog der GutsMuths-Rennsteiglaufverein einmal mehr eine insgesamt erfreuliche Bilanz. Es läuft und läuft, aber natürlich nicht von selbst. Vereinspräsident Jürgen Lange machte deshalb auf »einige entwicklungsfähige Bereiche« aufmerksam. So war 2018 die Startzahl beim Supermarathon unter die 2000er-Marke gesunken, und weiter ausbaufähig sei mit 36 Prozent auch der Frauenanteil.

Anders als so manch andere Lauf- oder Radsportveranstaltung haben die Thüringer bislang Klippen clever umschiffen und innovativ wieder Tempo aufnehmen können. Dies vor allem Dank des über die vielen Jahre zehntausendfachen ehrenamtlichen Engagements sowie der rührigen vereinseigenen GmbH mit ihrem Geschäftsführer Marcus Clauder.

»neues deutschland« begleitet den Rennsteiglauf seit 1977 journalistisch und seit 2003 auch mit einer Mannschaft aus Leserinnen und Lesern. Um 2010 bis 2012 zählte das Team stabil über 100 Mitglieder. Inzwischen pendelt die Zahl um die 60. Auch respektabel! Und vielleicht - um nochmals Präsident Jürgen Lange zu zitieren - gibt es noch »einige entwicklungsfähige Bereiche«. Es muss ja nicht gleich der Supermarathon sein. Auch der »Halbe«, Nordic Walking oder Wandern wären vielleicht wieder einmal den Ausflug zu Haferschleim und Klößen wert. Denn nach wie vor gilt: »Das schönste Ziel der Welt ist Schmiedefeld!«

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