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Senat organisiert Impfungen für Kinder

Ab 15. Dezember sollen die Vakzine für Vier- bis Elfjährige in der Hauptstadt zur Verfügung stehen

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 3 Min.
Dilek Kalayci (SPD), geschäftsführende Gesundheitssenatorin von Berlin, spricht am 7. Dezember 2021 im Roten Rathaus nach der Sitzung des Senats.
Dilek Kalayci (SPD), geschäftsführende Gesundheitssenatorin von Berlin, spricht am 7. Dezember 2021 im Roten Rathaus nach der Sitzung des Senats.

Die Vorbereitungen für die Impfung von Vier- bis Elfjährigen in Berlin laufen auf Hochtouren. »Uns wurde in Aussicht gestellt, dass am Donnerstag die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission kommt«, berichtete Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag in der Pressekonferenz des Senats. Die Informationen hat sie beim Treffen der Gesundheitsminister erhalten. Zwar ist unklar, ob die Kommission zunächst nur eine eingeschränkte Empfehlung erteilen wird, aber auch dann will Berlin für die Impfung von Kindern vorbereitet sein.

»Sobald der Impfstoff da ist, möchten wir impfen«, erklärte Kalayci. Erste Lieferungen des Impfstoffes für Kinder werden ab dem 13. Dezember in der Hauptstadt erwartet - auf jeden Fall ab 15. Dezember sollen die Impfungen von Kindern angeboten werden. Termine können Eltern dann über das Terminsystem des Landes Berlin vereinbaren. Um die nötigen Kapazitäten für die Impfungen zu schaffen, setzt Berlin auf drei verschiedene Möglichkeiten: Zum einen werden in den Impfzentren in Tegel, an der Messe und im dann hoffentlich zur Verfügung stehenden ICC die Zahl der Kabinen erhöht, um die Vakzine an die Kinder zu verabreichen.

Der zweite Baustein der Kinder-Impfkampagne ist das Impfen in den Schulen. »Wir haben mit der Bildungssenatorin abgemacht, dass wir in den Aulen der Grundschulen impfen können«, erklärte Kalayci. Es werde aktuell gerade geprüft, wo das möglich sein wird. Neben diesen Angeboten soll kindgerechtes Impfen auch im Naturkundemuseum, im Berliner Zoo sowie im Freizeit- und Erholungszentrum FEZ in der Wuhlheide möglich sein.

Die Gesundheitssenatorin sprach am Dienstag auch die Bitte aus, dass sich die Kinder- und Jugendärzte an den Impfungen beteiligen. Die Hilfsorganisationen in der Stadt sind aktuell dabei, die nötigen Personalkapazitäten zu schaffen. Kinder-Impfungen soll es nur nach einer Terminvereinbarung geben. Diese sollen auch über die bevorstehenden Weihnachtsferien laufen. Weihnachten und Silvester wird jedoch nur bis 14 Uhr in Berlin geimpft. Am ersten Weihnachtstag und am Neujahrstag gar nicht.

Mit seiner Impfstrategie sieht sich der Senat auf Erfolgskurs. »Wir sind beim Thema Booster-Impfungen sehr weit vorne«, erklärte Kalayci. Über 50 Prozent der »Boosterfähigen« über 60 Jahren sollen bereits die dritte Impfung erhalten haben. Entsprechende Aufforderungen, sich eine Auffrischungsimpfung abzuholen, würden derzeit an die restlichen über 60-Jährigen, die bereits zweimal geimpft sind, per Brief geschickt, hieß es. Boostern lassen können sich natürlich nur diejenigen, die bereits geimpft wurden. Die Gesundheitssenatorin nutzte den Pressentermin am Dienstag, um sich bei den impfwilligen Berlinerinnen und Berlinern zu bedanken.

Obwohl Berlin immer als »Hotspot-Kandidat« galt, unter anderem wegen der engen Wohnverhältnisse, liegen die Inzidenzen aktuell deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und auch unter dem Schnitt des Nachbarlandes Brandenburg. Die Einführung einer epidemischen Notlage auf Landesebene ist deshalb aktuell nicht vorgesehen.

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