»Pannen-Brown« im Sinkflug

Nach starkem Start ist der neue britische Premier stark geschwächt

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Gordon Browns Niedergang innerhalb eines halben Jahres gehört zu den schnellsten politischen Abstiegen in der Geschichte Großbritanniens.

Kurz nach Amtsantritt am 27. Juni, als er das Amt des Premiers vom diskreditierten Labour-Parteifreund Tony Blair übernommen hatte, machte sich der Stilwechsel zwischen dem routinierten Schauspieler und dem intellektuellen, zum Brüten neigenden Brown in klarem Umfragegewinn für die Labour Party bemerkbar. Sein Auftreten wurde als unaufgeregt und willkommen sachlich wahrgenommen. Sein Umgang mit dem Sommerhochwasser in Mit-telengland, seine Reaktion auf versuchte Terroranschläge in London und Glasgow, sein selbstbewussterer Umgang mit dem »Großen Bruder« USA, etwa seine Entscheidung, anders als Washington nicht mehr vom »Krieg gegen den Terror« zu sprechen, verschafften ihm Respekt. So sehr, dass bis Oktober die Versuchung für die Partei- und Regierungsspitze übermächtig zu werden begann, das Startkapital in einer Blitz-Wahl im November zu versilbern und sich ein aus einer Parlamentswahl hervorgegangenes eigenes Mandat für ihn, Gordon B...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.