SPD-Gewerkschafter feiern Beck

Heimspiel des SPD-Chefs beim AfA-Bundeskongress: Bahnprivatisierung dennoch umstritten

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Beim Bundeskongress der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in Kassel hatte Kurt Beck am Wochenende ein Heimspiel, auch wenn er die Anwesenden nicht vom Sinn der Bahnprivatisierung überzeugen konnte. Die Delegierten feierten den Pfälzer als neuen Hoffnungsträger und Wunsch-Kanzlerkandidaten.

»Ich fühle mich hier immer noch daheim«, bekannte der Parteivorsitzende vor den versammelten sozialdemokratischen Gewerkschaftern und handelte das aus seiner Sicht unangenehmste Thema, die anstehende Bahnprivatisierung, in den ersten zehn Minuten ab, um sich dann mit weniger kontroversen Themen die Herzen der Zuhörer im Saal zu erobern. Beck hob die Einführung eines Post-Mindestlohns hervor und griff die Grünen an, deren Hamburger Koalitionsvereinbarung mit der CDU Arbeiterfamilien in den Rücken falle. »Soziale Gerechtigkeit ist einer der Motoren, die eine Gesellschaft lebendig erhalten«, sagte der Parteichef und geißelte Milliardengehälter für US-Fondsleiter wie deutsche Bankiers, Lidl-Manager und den Nokia-Konzern, die »mit Menschenrechten umgehen, dass es einem den Magen umdreht«.

Beck sprach sich gegen eine Privatisierung von Sparkassen und Genossenschaftsbanken aus und warnte v...


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