Das höchste Gebot ist, nicht zu schaden*

  • Von Werner Franke
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Ist es Ignoranz oder schlicht gepflegtes Nichtwissen oder eben doch bewusst zynisch-kriminell, wenn immer mal wieder gefordert wird, man – d. h. hier die gemeinen Germanen – müsse des sportlichen Erfolges wegen eben doch junge Menschen medikamentös manipulieren bzw. dieses fördernd dulden, trotz des Risikos von Schäden und Nebenwirkungen – manchmal bis zum Tod: Unser Volk, unsere Telekom, unsere T-Mobile, unsere TV-Reporter brauchen schließlich große Erfolge, am besten Medaillen.

»Tschuldigung, lieber Leser, Ihre Tochter ist sehr wurfbegabt, aber damit sich die finanzielle Förderung für die Nation überhaupt lohnt, müssen wir sie jetzt halt mal anabol-androgenisieren, ach statt griechisch besser lateinisch gesagt: virilisieren. Oder, na ja, deutsch klingt’s etwas hässlich: ’N büschen vermännlichen! Da müssen wir jetzt eben durch! Opfer für Deutschland! Du bist nichts, dein Volk ist alles! Schäden und Nebenw...


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