Stimmungsmache mit Statistik

Gibt es eine »Ausländerkriminalität«?

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Ausländer, die ständig in Deutschland leben, sind gesetz- estreuer als Deutsche in gleicher sozialer Position.« Nachzulesen ist dies bei der staatlich-überparteilichen »Bundeszentrale für Politische Bildung«: Zwar bezieht sich jeder vierte Eintrag in der »Polizeilichen Kriminalitätsstatistik« (PKS) auf einen Nicht-Deutschen, was bei einem Ausländeranteil von neun Prozent in Deutschland überproportional erscheint. Doch muss berücksichtigt werden, dass eine erhebliche Zahl von Straftaten nur von Nicht-Deutschen begangen werden kann, etwa Meldevergehen oder illegaler Grenzübertritt.

Bis zu einem Drittel der »Ausländerkriminalität« geht zweitens nicht auf die zugewanderte Wohnbevölkerung zurück, sondern auf Kriminelle, die eigens zu diesem Zweck ins Land kommen und es nach der Tat auch wieder verlassen. Zudem führt die PKS nicht etwa Verurteilte, sondern Verdächtige auf – und Nicht-Deutsche werden, wie kriminologische Untersuchungen...


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