Windige Fabrik-Schließung

Vestas-Arbeiter halten britisches Werk auf der Isle of Wight besetzt

  • Von Christian Bunke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Windkrafthersteller haben wegen ihrer umweltfreundlichen Produkte eigentlich einen guten Ruf. Der Branchenführer Vestas setzt diesen mit der geplanten Schließung einer Fabrik in Großbritannien aufs Spiel.

Im März beschloss der dänische Vestas-Konzern, seine Fabrik auf der Isle of Wight vor der Südküste Großbritanniens zu schließen. Der Konzern stellt hier Windturbinen für »Offshore«-Anlagen her. Für diese bestehe in Großbritannien eine zu geringe Nachfrage, so die Begründung. Dabei erwirtschaftete Vestas im ersten Quartal des Jahres 56 Millionen Dollar Profit – ein Anstieg um 70 Prozent.

Die über 600 Beschäftigten auf der Isle of Wight wollen die Schließungspläne nicht hinnehmen. Vestas ist der einzige große Arbeitgeber für qualifizierte, gut bezahlte Jobs auf der Insel. Und von einer Schließung wären auch andere Betriebe betroffen. Übrig blieben nur schlecht bezahlte Jobs im Tourismus. »Für uns hätte die Stilllegung ähnlich fatale Folgen wie die Stilllegung der Bergbauindustrie in Yorkshire«, sagte ein Vestas-Mitarbeiter kürzlich auf einer Solidaritätsveranstaltung. »Dort wurden einigermaßen wohlhabende Landstriche in Wüstenregion...


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