Spendabler Panzerfan im Bundestag

Abgeordnete verschwiegen Mitarbeit in Rüstungs-Fördergesellschaften

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mindestens fünf Bundestags-Abgeordnete haben – wider die Geschäftsordnung des Parlaments – ihre Mitwirkung in Vereinen verheimlicht, die zur Rüstungslobby gehören, meldet dpa. Die Abgeordneten von SPD und FDP werden zum Teil seit Jahren bei der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) und dem Förderkreis Deutsches Heer (FKH) als Präsidiumsmitglieder geführt.

Der »Panther«

Kurz bevor das Parlament in den Urlaub ging, wurden im Haushaltsausschuss mit Mehrheit ein paar milliardenschwere Rüstungsprojekte durchgewinkt. Bestellt wurden unter anderem 405 Schützenpanzer »Puma« – für 3,122 Milliarden Euro. Der »Puma«, noch mit zahlreichen bekannten Mängeln behaftet, soll das künftige Hauptwaffensystem der deutschen Panzergrenadiere sein.

Johannes Kahrs ist Bundestagsabgeordneter der SPD, Sprecher des rechten Seeheimer Kreises. Er hat zwar seine Mitgliedschaft im Präsidium des FKH verheimlicht, doch ist er Militär mit Leib und Seele. Unlängst knüpften ihm Verteidigungsminister Franz Josef Jung und Heeresinspekteur Hans-Otto Budde die Oberstleutnant-Schulterstücke ans Tarnfleck.

Begonnen hat Kahrs seine Militärkarriere als Bundeswehr-Panzergrenadier. Verständlich, dass ihm der »Puma« also am Herzen liegt. Auch weil Kahrs, Mitglied im Verteidigung...


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