Forderung nach Friedensdialog Indien-Pakistan

Vertreter von Bürgerorganisationen beider Länder debattieren in Delhi Wege aus der Sackgasse

  • Hilmar König, Delhi
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Während die Bevölkerung Indiens und Pakistans immer noch auf die offizielle Wiederaufnahme des Friedensdialogs wartet, haben zehn Organisationen der Bürgergemeinschaft und die Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen in Delhi eine Konferenz zum Thema »Roadmap für Frieden zwischen beiden Ländern« eröffnet.

Nach der Terroroperation vom November 2008 in Mumbai, der über 160 Menschen zum Opfer fielen, ist die Tagung in Delhi die erste große Begegnung von Repräsentanten beider Seiten. Indien hatte wegen der offenkundigen Beteiligung pakistanischer Drahtzieher an dem Überfall den Friedensdialog abgebrochen. Die Teilnehmer der Konferenz forderten nun auf ihrem ersten Beratungstag einhellig, die offiziellen Gespräche wieder aufzunehmen. Drei Tage lang tauschen sie Ansichten zu einer Vielzahl aktueller bilateraler Themen aus: Ein Kurs zu Entspannung und Normalisierung des Nachbarschaftsverhältnisses sowie Frieden und Sicherheit in Südasien stehen ebenso zur Debatte wie Autonomie für die Region Jammu und Kaschmir und die pakistanische Provinz Belutschistan, ein gemeinsamer Mechanismus gegen Militanz, die Rolle der USA, der Handel als Friedensinstrument, Medien und Kultur in Krieg und Frieden sowie Schlussfolgerungen aus dem Klimawandel für die in...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.