Neue Orientierung im Web

Internetangebot in Tempelhof-Schöneberg für Senioren

  • Klaus Teßmann
  • Lesedauer: 2 Min.

Der demografische Wandel macht keinen Bogen um Tempelhof-Schöneberg. Darauf will sich der Bezirk einrichten, seine Angebote für die Generation 50 Plus erhöhen und besser in die Öffentlichkeit bringen. Das Durchschnittsalter wird in 20 Jahren von rund 43 Jahren auf über 47 Jahre steigen. Besonders in den Ortsteilen Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade wird es in 20 Jahren mit über 31 Prozent einen hohen Anteil von Einwohnern über 60 Jahre geben. In 20 Jahren werden rund 20 000 Menschen mehr im Bezirk wohnen, die älter als 65 Jahre sind. Dabei sinkt die Bevölkerung von heute 326 144 auf 318 882. Den größten Einbruch gibt es in Marienfelde und Lichtenrade.

Die Stadträtin für Gesundheit und Soziales Sibyll Klotz (Grüne) stellte eine neue Internetseite des Bezirksamtes vor, die sich vor allem an die älteren Einwohner wendet. Schon heute zeige sich die Tendenz, dass ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen. »Sie wollen auch weiter am Leben im Kiez teilnehmen«, sagte Sibyll Klotz. So hat sich der Bezirk in seinem Projekt »Demografischer Wandel« mit den Veränderungen in der Altersstruktur und den Bedürfnissen der Menschen im Bezirk beschäftigt. Daraus ist eine Informationsseite für Senioren und ihre Angehörigen entstanden.

In Tempelhof-Schöneberg wurde als erstem Bezirk in Berlin deshalb von der Abteilung Gesundheit und Soziales unter Beteiligung der Seniorenbetreuung ein umfassendes, bundesweit einzigartiges Internetangebot geschaffen. Es bietet den Menschen einen Überblick , wie sie auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit ihr Leben aktiv im Kiez gestalten können. Diese Information ist über die Startseite des Bezirksamtes zu erreichen. Darauf sind alle Informationen über altersgerechtes Wohnen, Hilfsangebote, freie Träger, Kultur und Freizeit zusammengefasst. Sibyll Klotz sagte, dass 80 Prozent aller Pflege von Angehörigen geleistet wird. Auch ihnen werden damit wichtige Informationen vermittelt.

Laut Umfragen fühlen sich über 90 Prozent der älteren Einwohner in ihrem Umfeld wohl. Die Befragungen haben aber auch gezeigt, dass rund ein Drittel Mobilitätsprobleme sieht. Außerdem spielt im Bezirk zunehmende Altersarmut eine Rolle. Schon heute haben 20 Prozent kaum finanzielle Spielräume. Für den Bezirk war sehr wichtig, dass über die Hälfte (53,4 Prozent) der Einwohner sich in keiner Partei oder in einem Verein ehrenamtlich betätigen, sich aber gern engagieren möchten.

Deshalb will das Bezirksamt den älteren Einwohnern Möglichkeiten aufzeigen, wo sie sich Erfahrungen einbringen können. »Ganz wichtig sind auch Informationen zum Ehrenamt«, sagte Sibyll Klotz. Ein Beispiel ist für sie die Seniorenvertretung, ihre Informationen müssen noch besser an die Einwohner herangetragen werden.

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