Schweres Erdbeben in China

Zahl der Toten steigt auf mehr als 400

(AFP/dpa/ND) Bei einem schweren Erdbeben im Westen Chinas sind jüngsten Angaben zufolge mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Rund 10.000 weitere wurden bei dem Beben am Mittwochmorgen verletzt, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf örtliche Behördenvertreter. Das Beben ereignete sich um 7.49 Uhr Ortszeit in der Präfektur Yushu in der Provinz Qinghai. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke des Bebens in der abgelegenen Provinz an der Grenze zu Tibet mit 6,9 an, die chinesischen Behörden mit 7,1.

Die 100 000 Einwohner zählende Stadt Jiegu, der Verwaltungssitz der Präfektur, wurde "fast dem Erdboden gleichgemacht", sagte der Funktionär Zha Xi von der Katastrophenzentrale der Nachrichtenagentur dpa in Peking. "Die meisten Häuser sind eingestürzt. Wir suchen nach Verschütteten." Die Rettungsarbeiten kämen jedoch nur mühsam voran, da zahlreiche Straßen zerstört oder von Erdrutschen blockiert seien.

Das Militär bereitete drei Flugzeuge mit Bergungstrupps und Hilfsmaterial vor. Das Verwaltungsministerium in Peking kündigte an, 5000 Zelte sowie jeweils 50 000 Decken und Mäntel in die mehr als 4000 Meter hoch gelegene Erdbebenregion auf dem Hochplateau zu schicken. In der Präfektur leben insgesamt 250 000 Menschen.

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