Clinton UN-erbittlich gegen KDVR

US-Außenministerin fordert auf ASEAN-Forum Umsetzung der Sanktionen

  • Lesedauer: 2 Min.
US-Außenministerin Hillary Clinton hat auf einem asiatischen Forum für konsequente Umsetzung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea geworben.

Hanoi (AFP/dpa/ND). Nordkorea habe sich »in eine Kampagne gefährlicher Provokationen gestürzt«, sagte Clinton am Freitag vor dem sicherheitspolitischen Regionalforum (ARF) der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN in Hanoi. Um die KDVR zu den notwendigen Maßnahmen zu bewegen, »fordern wir unsere Freunde und Verbündeten des ARF inständig auf, weiter die UN-Sanktionen vollständig und transparent umzusetzen«, sagte Clinton laut vorab veröffentlichtem Redetext vor dem Regionalforum, zu dem neben den zehn ASEAN-Staaten 17 weitere Länder gehören, darunter die USA, China, Japan, Nord- und Südkorea sowie Russland. Zu den »Provokationen« zähle der nordkoreanische Torpedoangriff auf das südkoreanische Kriegsschiff »Cheonan«.

»Eine friedliche Lösung der Angelegenheiten auf der koreanischen Halbinsel ist nur möglich, wenn Nordkorea grundlegend sein Verhalten ändert«, sagte Clinton. So müsse das Land seinen internationalen Verpflichtungen zur atomaren Abrüstung nachkommen. Die USA wollten nach Diplomatenangaben eine Verurteilung Nordkoreas durch die ARF-Staaten erreichen. Das Forum drückte nach Angaben des vietnamesischen Außenminister Pham Gia Khiem aber nur »tiefe Besorgnis« über den Untergang der »Cheonan« aus.

Die KDVR kündigte derweil gegenüber Südkorea und den USA harte Schritte wegen ihrer geplanten gemeinsamen Seemanöver an. Als Reaktion auf den Untergang der südkoreanischen Korvette im März sollen die Übungen in den nächsten Monaten vor Südkoreas West- und Ostküste stattfinden. Zunächst sollen am Sonntag US-amerikanische und südkoreanische Schiffe vier Tage im Japanischen Meer kreuzen. Es werde eine »physische Antwort« gegen die von den USA angeordneten militärischen Schritte geben, erklärte der nordkoreanische Sprecher am Rande des Regionalforums. Das Manöver bezeichnete er als Angriff auf die Souveränität seines Landes.

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