• Politik
  • Fokus: Anti-Castor-Proteste

Kultur an der Castor-Strecke

Der »Musenpalast« in Laase ist ein Refugium im Demo-Trubel

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Rande der Castor-Strecke bietet ein Zelt Raum für Musik, Theater und Lesungen – und für die Demonstranten die Möglichkeit, kurz vom anstrengenden Protest abzuschalten.

Einmal rechts abfahren, dann noch mal linksrum, und schon ist man da. Inmitten des kleinen Dörfchens Laase steht der »Musenpalast«. »Außerhalb der Verbotszone«, betont Willem Wittstamm. Der Varieté-Künstler, Polit-Entertainer und Atomkraftgegner aus dem Wendland ist Organisator des Kulturzeltes. In einem hundert Meter breiten Korridor entlang der Castortransportstrecke hat die Polizei bis Mitte November bekanntlich alle Kundgebungen und Versammlungen untersagt. Von dem kleinen Zirkuszelt bis zur Straße, auf der die Atommüllbehälter gestern Nacht nach Gorleben gebracht werden sollten, sind es rund 120 Meter.

Kleine Kunst neben dem großen Protest

Seit 2003, erzählt Wittstamm, ist der Musenpalast Anlaufstelle für alle, die sich vom Demogeschehen erholen, bei einer Tasse Kaffee oder einem Teller Suppe aufwärmen oder einfach ein bisschen Kultur genießen wollen. Das Zelt ist seit Samstag von morgens bis spät nachts geöffnet. In der Nacht vor...


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