Zank um Hundeknochen

Stimmkreisreform in Oberfranken wird abgelehnt

Kulmbach (dpa/ND). Die geplante Stimmkreisreform stößt in Oberfranken weiter auf Ablehnung. Über Parteigrenzen hinweg zweifeln Politiker nach wie vor an der verfassungsrechtlichen Notwendigkeit, die Zahl der Stimmkreise im Bezirk zugunsten von Oberbayern von neun auf acht zu reduzieren. Nach den Plänen des Innenministeriums würde der Osten Oberfrankens nur noch mit drei direkt gewählten Angeordneten im Landtag vertreten sein, der Westen des Bezirks aber weiter mit fünf.

Der Widerstand richtet sich vor allem gegen die Verschmelzung der bisherigen Stimmkreise Kulmbach und Wunsiedel. Als Brücke zwischen den beiden nicht unmittelbar angrenzenden Landkreisen sollen nach den Vorstellungen des Innenministeriums mehrere Kommunen im Norden des Landkreises Bayreuth dienen.

Kritiker vergleichen dieses künstliche Gebilde mit einem Hundeknochen. »Die räumliche Verbindung durch das Fichtelgebirge wäre sehr konstruiert«, verweist etwa der Kulmbacher Stadtrat in einer Resolution auf die Ost-West-Ausdehnung von rund 100 Kilometern.

Unbestritten ist die Tatsache, dass vor allem der bisherige Stimmkreis Wunsiedel deutlich an Einwohnern verloren hat.

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