Festnahmen durch EULEX in Kosovo

Pristina (AFP/ND). Wegen des Verdachts der Folter und Ermordung von Albanern und Serben während des Kosovo-Kriegs sind in Kosovo neun Verdächtige festgenommen worden. Acht Männer seien in Kosovo selbst und ein weiterer »im Ausland« in Gewahrsam genommen worden, teilte die im Kosovo tätige EU-Rechtsmission EULEX am Mittwoch mit. Um wen es sich bei den Festgenommenen handelte, ging aus der schriftlichen Erklärung nicht hervor. Sie würden verdächtigt, »albanische und serbische Zivilisten sowie Insassen eines Kriegsgefängnisses« gefoltert und getötet zu haben, hieß es.

Nach Angaben örtlicher Medien soll sich unter den Beschuldigten der regionale Polizeichef aus der Stadt Prizren, Nexhmi Krasniqi, befinden. Der Fernsehsender Koha berichtete, Krasniqis Untergebene hätten die EU-Polizisten davon abhalten wollen, ihren Chef festzunehmen. Nach zwei Stunden habe sich Krasniqi dann selbst gestellt.

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