Olympia 2018 zieht einen Riss durch Garmisch

Am Sonntag stimmen die Bürger über die Winterspiele ab – nur ein klares Votum hilft der Bewerbung

  • Von Karl-Wilhelm Götte
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eines weiß Axel Doering ganz sicher: »Der Ude hat uns sehr motiviert.« Doering ist der Kopf der Olympiagegner in Garmisch-Partenkirchen, die die Bewerbung von München samt Garmisch im Gepäck für die Winterspiele 2018 ablehnen. Christian Ude, der Münchner Oberbürgermeister, hatte aus der 90 Kilometer entfernten Landeshauptstadt Doering und seine Mitstreiter immer wieder verhöhnt und sie zu einer nicht ernst zu nehmenden kleinen Minderheit abgestempelt, die Angst vor einem Bürgerentscheid hätte. Die Gegner konterten sofort. »Die 2400 dazu nötigen Unterschriften haben wir locker eingesammelt«, so Doering. Die mit Spannung erwartete Abstimmung über Olympia findet nun am Sonntag statt.

Auch die Olympia-Befürworter haben die notwendigen Unterschriften für ein Bürgerbegehren eingereicht, was die Abstimmung für die etwa 20 000 Wahlberechtigten etwas komplizierter macht, doch mit einer Stichfrage auf dem Wahlzettel, kann letztlich jeder mit Ja oder Nein für Olympia 2018 votieren. Erschöpfend diskutiert wurde in Garmisch das Thema in den vergangenen Wochen mit Sicherheit. Entsprechend groß ist das Interesse: 4000 Briefwähler haben ihre Stimme bereits abgegeben. »Wir sind mit einer Flut von Werbematerialien und Druckschriften bombardiert worden«, sagt Doering und vermutet auch hier das Bewerbungskomitee in München als treibende Kraft.

Doch auch die Gegner waren nicht untätig. Neben der Initiative um Doering und seine Mitstreiter haben auch die Grundstückseigentümer – 60 von ihnen lassen sich durch einen Anwalt vertreten und weigern sich, ihren Grund und Boden für Olympia abzutreten – noch einmal ihre Positionen ...


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