Anschlag auf Bierlokale in Nigeria

Mutmaßliche Islamisten töteten bis 30 Menschen

  • Lesedauer: 1 Min.

Abuja (dpa/ND). Bei einem Anschlag mutmaßlicher Islamisten auf mehrere Bierlokale in Maiduguri im Nordosten Nigerias sind nach Medienberichten bis zu 30 Menschen ums Leben gekommen. Wie die nigerianische Zeitung »Daily Sun« online berichtete, feuerten etwa zehn Mitglieder der radikal-islamischen Sekte Boko Haram am Sonntagabend auf die Gäste. »Sie fingen an, aus verschiedenen Richtungen in das Lokal zu schießen, in dem sich um diese Zeit viele Leute aufhielten, weil es noch nicht dunkel war«, berichtete ein Anwohner dem Blatt.

Nach Informationen des arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira wurden auch Sprengsätze auf Gäste in insgesamt drei Bierlokalen geworfen. Die Angreifer seien auf Motorrädern gefahren. Die Korrespondentin des Senders berichtete von mindestens 25 Toten und 12 Verletzten. Im Bundesstaat Borno, dessen Hauptstadt Maiduguri ist, gilt zwar die Scharia, das islamische Religionsgesetz. Dennoch sind Biergärten bei der Bevölkerung beliebt.

Mitglieder der Sekte Boko Haram lehnen jeden westlichen Lebensstil ab, auch das Trinken von Alkohol. Die 2002 gegründete Gruppe, die sich selbst als »nigerianische Taliban« bezeichnet, hat in den vergangenen zwei Jahren Polizeieinrichtungen und christliche Kirchen angegriffen.

Erst vor zwei Wochen waren bei einem Selbstmordanschlag auf das Polizeihauptquartier in der nigerianischen Hauptstadt Abuja 22 Menschen verletzt worden.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal