Oh, wie schön ist Panama

Das mittelamerikanische Land hat viel mehr zu bieten als den berühmtesten Kanal der Welt

  • Von Nicole Schmidt
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Die Emberas ziehen nicht nur für Touristen ihre traditionellen Kleider an.
Liegt da eine Boa mitten auf dem Weg. Mindestens zwei Meter lang und dick wie ein Oberarm. Luis bewehrt sich mit einem gegabelten langen Ast, hievt die Schlange hoch, hätte sie vielleicht aus Angst sogar getötet. Aber sie entwindet sich ihm und verschwindet irgendwo im Tropenwald, der das kleine Dorf umgibt. Wahrscheinlich hat der Regen sie hergetrieben, überlegt Luis. Drei Tage und drei Nächte ohne Sonnenstrahl. Das ist selbst für die Regenzeit in Panama höchst ungewöhnlich. Der Fluss stieg schon hoch bis in die Mangobäume. Was, wenn er weiter anschwillt? Müssen die Dorfbewohner dann ihre palmgedeckten Hütten räumen, die schon erhöht auf Pfählen stehen? Luis Carlos Caberon, der Künstler, ist in großer Sorge. Wo nur Elvira bleibt, die Häuptlingsfrau. Sie war schon ganz früh mit ihrer Tochter in den Einbaum gestiegen. Drüben in Gamboa, am anderen Ufer des schäumenden Chagres, hatten sie den Bus nehmen und nach Panama-City fahren wollen....

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