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Polizisten vor Gericht
Astana (AFP/nd). Wegen der Niederschlagung von Protesten in der kasachischen Stadt Schanaosen im Dezember müssen sich seit Freitag fünf Polizisten vor Gericht verantworten. Ihnen wird Waffen- und Amtsmissbrauch mit Todesfolge vorgeworfen, wie das Gericht in der westkasachischen Stadt Aktau erklärte. Im Fall einer Verurteilung drohen den Beamten zehn Jahre Haft.
Neben den Polizisten werden 37 mutmaßliche Demonstranten strafrechtlich verfolgt.
Ein Streik von Ölarbeitern in Schanaosen hatte sich Mitte Dezember zu einem Aufstand ausgeweitet, der von der Polizei niedergeschlagen wurde. 14 Menschen starben, ein weiterer wurde bei Ausschreitungen in einem Nachbarort getötet. Seit Mittwoch steht im Zusammenhang mit den Unruhen auch der Direktor des Gefängnisses in Schanaosen vor Gericht. Dort war ein Mann zu Unrecht inhaftiert worden, weil er verdächtigt wurde, sich an dem Aufstand beteiligt zu haben. Der Mann starb, nachdem er in der Haft geschlagen wurde.
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