Fernsehen statt Abenteuer?

JUGENDBUCH

  • Udo Bartsch
  • Lesedauer: 1 Min.

Die elfjährigen Zwillinge Celia und Oliver ticken anders als die meisten Kinder. Sie interessieren weder Rätsel noch Geheimnisse, und eine Expedition ins Unbekannte würden sie aus Ekel vor der Natur strikt ablehnen. Sie wollen nur eins: fernsehen!

Ihre Eltern leben als Mitglieder im Club der Forschungsreisenden das genaue Gegenteil. Bei einer Ausgrabung in Ägypten verschwindet die Mutter spurlos. Als die Kinder dann ein geheimes Gespräch belauschen, erfahren sie von Plänen, auch ihren Vater auf ähnliche Weise aus dem Weg zu räumen. Doch was tun? Während einer Rettungsaktion für ihren Vater würden die Geschwister ihre gesamten Lieblingssendungen verpassen!

Schließlich passiert genau das, was Celia und Oliver befürchtet haben: Sie erleben ein Abenteuer - und finden es grässlich! Immer wieder geraten sie in schlimmste Gefahren, und auf aberwitzige Weise rettet sie dabei ihr Wissen aus irgendwelchen TV-Schmonzetten. Die im Grunde genommen herkömmliche Handlung wird so immer wieder parodistisch gebrochen. Der gegen den Strich erzählte Anti-Abenteuerroman entpuppt sich am Ende dann doch als ein lustiges Abenteuer.

Alexander London, Wir werden nicht von Yaks gefressen, Arena, 278 Seiten, 14,99 Euro (ab 10 J.)

- Anzeige -

Wir stehen zum Verkauf. Aber nur an unsere Leser*innen.

Die »nd.Genossenschaft« gehört denen, die sie lesen und schreiben. Sie sichern mit ihrem Beitrag, dass unser Journalismus für alle zugänglich bleibt – ganz ohne Medienkonzern, Milliardär oder Paywall.

Dank Ihrer Unterstützung können wir:

→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen in den Fokus rücken
→ marginalisierten Stimmen eine Plattform geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und weiterentwickeln

Mit »Freiwillig zahlen« oder einem Genossenschaftsanteil machen Sie den Unterschied. Sie helfen, diese Zeitung am Leben zu halten. Damit nd.bleibt.

- Anzeige -
- Anzeige -