Einkaufsparadies Grenzmärkte

Wegen höherer Steuern fahren viele Dänen nach Schleswig-Holstein

  • Von Martina Scheffler, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie sind schon lange ein gewohntes Bild im Norden Schleswig-Holsteins: Grenzmärkte, die Dänen zu günstigen Preisen bieten, was in deren Heimat deutlich teurer ist. Neue Steuern beim nördlichen Nachbarn lassen den Kundenkreis weiter wachsen.

Hellerup/Flensburg. Im Juni stürmten sie sogar nackt einen Grenzmarkt in Nordfriesland: Hunderte Dänen, die am Eröffnungstag gratis einkaufen durften, wenn sie hüllenlos shoppen. Nötig hat der Grenzhandel solche Angebote eigentlich nicht. Die nördlichen Nachbarn sehen das deutsche Grenzgebiet zunehmend als Einkaufsparadies. Deutsche Grenzmärkte finden wachsenden Zuspruch bei den Dänen. Das ergab eine Umfrage des dänischen Handelsverbands De Samvirkende Købmænd (DSK). Demnach haben 2011 fast 60 Prozent der dänischen Haushalte Bier oder Limonade in Grenzmärkten gekauft. Dies sei die höchste Zahl, die seit 2008 in den Umfragen für das Land mit gut 5,5 Millionen Einwohnern gemessen worden sei.

Eine dänische Fettsteuer

Die Eindrücke auf deutscher Seite weichen aber etwas ab: Es gebe eher eine Verlagerung auf mehr Anbieter und weitere Sortimentsbereiche, beobachtet Lothar Raasch von der IHK Flensburg. Die Umsätze im Grenzhandel seien »...


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