Kapitalismus als Opferreligion

Robert Kurz posthum erschienene Kritik der politischen Ökonomie

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Während mancherorts die Krise schon durchschlägt, glauben einige hierzulande immer noch, auf dem sicheren Eiland der Glückseligen zu weilen. Robert Kurz konstatiert in seinem posthum erschienenen Buch derweil schon mal den finalen Zusammenbruch des kapitalistischen Systems, wie wir es kennen. In seinem Essay »Geld ohne Wert«, zwei Wochen nach seinem überraschendem Tod herausgekommen (in erster Auflage bereits vergriffen, jetzt in zweiter vorliegend), geht es darum, die Marx‘sche Theorie »auf der Höhe des 21. Jahrhunderts neu zum polizeiwidrigen Ärgernis für die herrschende Ordnung zuzuspitzen«. So Kurz in der Einleitung seiner »Grundrisse zu einer Transformation der Kritik der politischen Ökonomie«. Vier Komplexe handelt der Essay ab: vormoderne monetäre Systeme, die Konstituierung einer kapitalistischen Wirtschaft im Spätmittelalter, das verselbständigte Funktionieren des Kapitalfetischs und die innere systemische Schranke des Kapital...


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