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  • Politik
  • ERIK WEIHÖNIG, Mediengruppe Schmidt und Partner: „Wir sind für alle fortschrittlichen Diskussionen offen“

Entsteht in Berlin ein linker Medienkonzern?

  • Von CHRISTOPH SEILS
  • Lesedauer: 1 Min.

„Die historische Situation nach der deutschen Vereinigung und die sozialen Fragen schreien förmlich danach, daß kritische Publikationsmöglichkeiten existieren. Wir sind bereit, unsfere Medien allen linken und kritische Kräften für die politische Auseinandersetzung zur Verfügung zu stellen“, erklärt Erik Weihönig, einer der fünf gleichberechtigten Geschäftsführer der Mediengruppe Schmidt und Partner (MSP) in einem Gespräch mit dem ND.

1972 gründeten Studenten des Fachbereichs Kulturwissenschaft der TU Berlin die Elefanten-Press-Galerie in Berlin-Kreuzberg. Was als Ausstellungsraum für Aktionskunst, Fotomontagen, Postkartenund Plakatkunst sowie politische Karikatur begann, hat sich inzwischen zu einem beachtlichen Verlags- und Medienunternehmen mit rund 320 Mitarbeitern entwickelt. Aus dem anschließend gegründeten Elefanten-Press-Verlag entstand in den siebziger Jahren ein zeitgeschichtlicher Verlag. 1987/88 übernahmen die Kreuzberger die kurz vor der Pleite stehende Satire-Zeitschrift Titanic.

Der Schritt vom Berliner Hinterhofverlag zur öffentlich beachteten Mediengruppe begann mit der Wende. Vom Konkursverwalter kaufte man die Volkszeitung und fusionierte sie mit der DDR-Kulturwochenzeitung Sonntag zur ersten Ost-West-Zeitschrift Freitag.Im April 1991 kaufte MSP schließlich die Junge Welt, und seit dem vergangenen Monat ist auch die Übernahme des Treptower Verlagshauses sowie der Tribüne-Druckerei perfekt. Allerdings hat die Tageszeitung Tribüne einen anderen Verleger. i

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