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  • Politik
  • „Bunter Blumenstrauß“ nicht mehr gefragt

Gefahr für „Magazin“

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin (ADN/ND). In den kommenden drei Wochen wird sich die Zukunft des „Magazins“ entscheiden. Das zu DDR-Zeiten heiß begehrte Blatt befindet sich seit längerem in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Auflage sank von einer halben Million auf 100 000 Exemplare, und die Tendenz ist Chefredakteur Wolf Thieme zufolge weiter rückläufig. Nach Auskunft des Leiters der Berliner Verlag GmbH, Bernd Klosterfelde, finden derzeit Ge-

spräche mit Interessenten und über konzeptionelle Vorstellungen statt. Die „Landschaft ist für eine Unterhaltungszeitschrift nicht so unterhaltsam“, resümiert der aus dem Westen importierte Chefredakteur, der der elfköpfigen Redaktion seit einem Jahr vorsteht. Zum einen wenden sich die Käufer bei der vorhandenen Vielfalt dem Blatt zu, das ihre spezifischen Interessen bedient, meint er. Der „bunte Blumenstrauß“ sei nicht mehr gefragt. Zum anderen entdeckten ehemalige Leser andere Interessen für sich. Zudem habe sich der Verlag, in dem der Hamburger Medienriese Grüner + Jahr das Sagen hat, nach der anfänglichen „innigen Liebeserklärung“ bedeckt gehalten und im Westen, wo das notwendige Anzeigenaufkommen zu holen wäre, keine Werbung betrieben. Verlagschef Klosterfelde dagegen versicherte, man wolle „alle Anstrengungen unternehmen, um ein Konzept zu entwickeln, mit dem sich das Blatt halten kann“.

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