Werbung

Knobloch geht gegen »Mein Kampf« vor

München/Berlin (dpa/nd). Mit Hilfe des Strafrechts will die frühere Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, eine Publikation von Adolf Hitlers »Mein Kampf« verhindern. »Es muss rechtlich geprüft werden, ob es möglich ist, die Veröffentlichung über den Straftatbestand der Volksverhetzung zu verhindern«, sagte sie dem Magazin »Cicero«. »Ich werde da sicher nicht lockerlassen.« 2015 erlischt das Urheberrecht an dem Buch, weil Hitlers Tod dann 70 Jahre zurückliegt. Bis dahin hält der Freistaat Bayern die Rechte. Er hat Veröffentlichungen bisher teils mit gerichtlichen Mitteln unterbunden. Knobloch hatte laut »Cicero« den Plan der bayerischen Landesregierung mitgetragen, eine kommentierte Edition zu herauszubringen - während einer Israelreise änderte sie ihre Meinung. Hitlers »Mein Kampf« gilt als ideologisches Grundwerk des Naziterrors.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung