Astronom Brahe starb nicht an Gift

Prag (dpa/nd). Der weltberühmte Astronom Tycho Brahe (1546-1601) ist nicht an einer Quecksilbervergiftung gestorben. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam, das die Leiche Brahes vor zwei Jahren in Prag exhumiert hatte. Die Quecksilber-Konzentration in Haarproben sei nicht hoch genug, um einen Tod durch Quecksilber wahrscheinlich zu machen, teilte Chemieprofessor Kaare Lund Rasmussen mit.

Zudem fand das internationale Expertenteam an der Leiche Spuren von Kupfer und Zink. Brahes angeblich silberne oder goldene Nasenprothese, die er seit einem Zweikampf im Jahr 1566 tragen musste, war also gar nicht aus einem Edelmetall gefertigt, sondern bestand nur aus gewöhnlichem Messing.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung