Unregierbar zum Sieg

Konferenz stieß Debatte über ein menschenfreundliches Europa an

  • Von Marcus Meier, Essen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Rund 200 Gewerkschafter, Linke und Basisaktivisten debattierten am Samstag in Essen über »Wege aus der europäischen Krise«. Noch blieb offen, wie man »Europa neu begründen« könne.

Europa sei in einer Situation »wie vor der großen französischen Revolution« - allerdings nur, was die Reichtumsverteilung betreffe. Oskar Negt, Sozialphilosoph mit Hang zur politischen Intervention, wirkt ein wenig ratlos. Längst lebten wir nicht mehr in einer Zwei-Drittel-Gesellschaft: Nein, Europa sei gedrittelt in Etablierte, Prekäre und eine »wachsende Armee der dauerhaft Überflüssigen«, sagt der ehemalige Berater Gerhard Schröders. Hinter Negt ist das Motto des Kongresses zu lesen: »Europa neu begründen. Wege aus der europäischen Krise«.

Ins Audimax der Uni Essen geladen haben der DGB NRW, die hiesige Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Allgemeine Studierenden Ausschuss - und die Initiative »Europa neu begründen«, deren gleichnamiger Aufruf konstatiert, das Projekt Europa stehe auf der Kippe. Die Politik agiere wirtschaftspolitisch kontraproduktiv, sozial verantwortungslos und demokratiepolitisch destruktiv, steht in dem Papier, das ...


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