Linke kontra Neofaschisten

Aktion in Polen: »Die Republik muss sich verteidigen«

  • Von Julian Bartosz, Wroclaw
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

»Für Europa, gegen Faschismus« - unter diesem Kampfruf demonstrierten am Sonnabend im Großen Säulensaal des Sejm Mitglieder des Demokratischen Linksbündnisses SLD, der Palikot-Bewegung, der Polnischen Sozialistischen Partei und Vertreter linker Nichtregierungsorganisationen.

Dies war seit vielen Monaten die erste gemeinsame Aktion der Linken in Polen. Wachgerufen wurde sie durch nationalistische und antisemitische Parolen, die während des »Marsches der Nationalen« am Nationalfeiertag 11. November einen Teil der Öffentlichkeit schockierten. Indem sie unter dem Begriff »Republik« die am Runden Tisch 1989 vereinbarte Ordnung meinten, wollten sie diese abschaffen und die Macht den »wahren Polen«, wie sie der PiS-Führer Jaroslaw Kaczynski versteht, überlassen.

Justizminister Jaroslaw Gowin sagte am selben Tag, »die Haltungen, wie sie während des Marsches hörbar wurden, haben das Recht, im öffentlichen Leben vertreten zu sein.« Er sehe »keinen Grund für eine Delegalisierung«.

Eben diese Worte - wie der SLD-Sprecher Dariusz ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.