Trauerfeiern in Mexiko und Kolumbien

Für García Maquez

Mexiko verabschiedet sich von Gabriel García Márquez. Zur öffentlichen Trauerfeier in Mexiko-Stadt am 21. April wurden unter anderen die beiden Staatschefs von Mexiko und Kolumbien, Enrique Peña Nieto und Juan Manuel Santos, erwartet. Der Schriftsteller war am 17. April im Alter von 87 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Wie aus Familienkreisen verlautete, litt er schon vorher an Demenz. Zuletzt war er zu seinem Geburtstag am 6. März öffentlich aufgetreten.

García Márquez gilt als der am meisten gelesene Schriftsteller nach Miguel de Cervantes. Er wurde in der kolumbianischen Kleinstadt Aracataca geboren, lebte aber mehr als 40 Jahre in Mexiko. Zwei Staaten betrachten ihn als ihren Sohn.

Für den 22. April plant Kolumbien eine Trauerzeremonie in der Kathedrale der Hauptstadt Bogotá. Unklar ist noch, wo García Márquez seine letzte Ruhe finden wird. Unmittelbar nach seinem Tod wurde er im engsten Familienkreis eingeäschert. Kolumbiens Botschafter in Mexiko, José Gabriel Ortiz, sagte, dass möglicherweise ein Teil seiner Asche in Kolumbien und der andere in Mexiko beigesetzt wird. Die Entscheidung darüber liege aber bei der Familie.

Die Familie hat auch zu entscheiden, ob und wo das letzte Werk des Literaturnobelpreisträgers posthum veröffentlicht werden könnte. Es handelt sich um einen Roman mit dem provisorischen Titel »En agosto nos vemos« (Wir sehen uns im August). Der Autor habe schon seit langem an dem Buch gearbeitet. Das Skript sei fertig, so Cristóbal Pera vom Verlag Random House gegenüber dem kolumbianischen Sender RCN. epd/dpa/nd

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