Die Kirche, die keine ist

Leipzigs Universität erhält gediegenen Veranstaltungsraum - mit großer Verspätung

  • Von Hendrik Lasch, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

An der Stelle der 1968 gesprengten Universitätskirche entsteht in Leipzig das Paulinum. Der Mehrzwecksaal verspricht, ein architektonisches Meisterstück zu werden. Bis zur Eröffnung dauert es aber noch.

Fast fühlt sich der Besucher des Paulinums in einer Tropfsteinhöhle: Wie Stalaktiten hängen Säulen aus dem schneeweißen, filigran gegliederten Gewölbe herab. Sie scheinen über dem Boden aus Muschelkalk zu schweben und verleihen dem Raum, der bald die Aula der Universität Leipzig und einen Andachtsraum beherbergen soll, Leichtigkeit. Getrübt wird der Eindruck durch Beschläge und Rohre auf den Säulen, die in einen Chemiebetrieb passen würden. Die Glasverkleidungen für die Säulen fehlen, und wann sie fertig sind, ist derzeit nicht abzusehen: »Das gestaltet sich extrem schwierig«, sagt Georg Unland, der sächsische Finanzminister.

Die gläserne Hüllen für die 16 Säulen im Paulinum, das markanteste Gebäude am innerstädtischen Campus der Uni Leipzig, sind eine technische Herausforderung: geformt in einer Rippenstruktur, vier Meter lang, mit fließendem Übergang zwischen milchigen und transparenten Segmenten. Nur eine englische Firma be...


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